Vortrag

Ernst Aigner
WIE MAN(N) DIE DEMOKRATIE ZERSTÖRT.
Und warum wir sie beschützen müssen.
Die Demokratie erscheint derzeit wie ein angeschlagener Boxer: Sie steht noch – doch wird sie auch die nächsten Runden, die kommenden Wahlen, überstehen?
Politische Akteure wie Donald Trump testen täglich die Grenzen des Machbaren aus – beim Abbau sozialstaatlicher Strukturen ebenso wie bei der Aushöhlung grundlegender Menschenrechte. Rechte Bewegungen proben den großen Umbau der Gesellschaft. Manche sprechen von „Systemwechsel“, andere sehen darin einen Rückfall in Zeiten, die man längst sicher im Geschichtsbuch verwahrt glaubte.
Doch wie ernst ist die Lage tatsächlich? Stehen wir am Beginn einer neuen Welle des Faschismus – oder sind solche Befürchtungen überzogen?
Mit diesen Fragen beschäftigt sich Ernst Aigner seit vielen Jahren. Bekannt als Kabarettist, hat er sich auch in Zeitungskommentaren, bei Kundgebungen und in Vorträgen – insbesondere unter dem Titel „Die Demokratie und ihre Feinde“ – pointiert als engagierter Anwalt von Demokratie und Menschlichkeit positioniert.
Nun spricht er erstmals in seiner Heimatstadt. Als Mitglied der „Plattform für Kultur und Menschlichkeit“ widmet er sich der Frage, wie gefährdet unsere demokratische Ordnung tatsächlich ist – und welche Rolle dabei insbesondere ein gewaltbereites, autoritäres, oft als „toxisch“ beschriebenes Männerbild spielt. Ausgehend von seiner langjährigen Tätigkeit als Geschichtslehrer geht es ihm dabei weniger um tagespolitische Zuspitzung als um die verständliche Einordnung komplexer, oft widersprüchlicher Zusammenhänge:
Was verstehen wir unter Demokratie, Sozialdarwinismus, Faschismus, Patriarchat oder Feminismus? Wie sind diese Begriffe historisch miteinander verknüpft? Und welche Bedeutung haben Phänomene wie die sogenannte „Manosphere“ für aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen?
Ein Vortrag, der Orientierung geben will – und zur kritischen Auseinandersetzung mit den Herausforderungen unserer Zeit einlädt.
19.09.2026
Freistadt Salzhof
